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Vorwurf über Schlamperei in der Radiologie am Elblandklinikum Riesa

Die Geschäftsführung des Elblandklinikums Riesa wirft drei ehemaligen Radiologen vor, während ihrer Zeit am Klinikum rund 290 Fälle von Brustkrebs falsch befundet zu haben, berichtete der MDR. Der Ex-Leiter der Radiologie, Dr. Henrik Ullrich, weist Bericht die Vorwürfe als "unrichtig" zurück. An den Elblandkliniken Riesa kehrt keine Ruhe in den Arbeitsalltag ein. Nachdem im Dezember der leitende Radiologe Dr. Ullrich zusammen mit zwei Kolleginnen das Haus verlassen hatte, wirft die Geschäftsführung den Medizinern laut MDR nun Falschbefundung bei Mamma-Karzinomen vor. Danach sei in der ambulanten Brustkrebs-Sprechstunde in 290 Fällen geschlampt worden. Dr. Henrik Ullrich war zuvor rund 30 Jahre am Klinikum tätig. Er stellt Zahlen gegen den schweren Verdacht. "Zusammen mit den durch uns entdeckten 150 bis 200 Fällen müsste es in Riesa eine rund dreifach höhere Tumorrate als in anderen Landkreisen Sachsens geben", so Ullrich. Das sei "unglaubwürdig", argumentiert er in dem Bericht. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen (KV) prüft inzwischen die Vorfälle. Unabhängige Radiologen sehen dafür Patientenakten an, sagt KV-Vorsitzender Dr. klaus Heckemann. Unterdessen haben sich 42 niedergelassene Hausärzte aus der Region Riesa mit einem offenen Brief an die Leitung des Klinikums gewandt. Sie bringen darin ihren Unmut über die Schließung der ambulanten Radiologie und über Vorgänge im Krankenhaus selbst zum Ausdruck. "Dort passieren Dinge, die uns nicht so gefallen", drückte es die Mitunterzeichnerin und Hausärztin Heidrun Jung aus. Im Kern gehe es um die häufigen Facharzt-Wechsel im Haus, Entlassungen im mittleren medizinischen Personal und Klagen von Patienten über unzureichende Betreung im Krankenhaus. Die Hausärzte stehen mit ihrer Kritik nicht allein. Ein anonymer Hilferuf von Mitarbeiter des Krankenhauses erreichte sie, zeigte der MDR. "Unsere Kräfte sind am Ende. Unsere Geschäftsleitung arbeitet nicht mit uns, sondern gegen uns", heißt es dort. Den Hausärzten geht es um Lösungen zum Wohle ihrer Patienten. "Wir wollen Druck ausüben, damit sich etwas ändert. Ein Klima der Angst und Einschüchterung gefährdet die Patientenversorgung", sagte Heidrun Jung abschließend. (Quelle: mit MDR)

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