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Die Forderungen des Marburger Bundes für den neuen TV Ärzte VKA


Marburger Bund fordert wehniger Wochendienste und 5,4 % mehr Gehalt für 2014/2015

19.11.2014 – „Das Verhältnis zwischen Arbeitsleistung und Erholung muss endlich besser

werden. Deshalb fordert der Marburger Bund in dieser Tarifrunde mit den
kommunalen Arbeitgebern eine spürbare Reduzierung der
Bereitschaftsdienste am Wochenende", erklärte heute Rudolf Henke, 1.
Vorsitzender des Marburger Bundes, bei der Präsentation der Forderungen
der Ärztegewerkschaft in den ab 18. Dezember 2014 beginnenden
Tarifverhandlungen für rund 55.000 Ärztinnen und Ärzte in bundesweit
etwa 600 kommunalen Krankenhäusern. „Vor allem die Dienste am Wochenende
belasten die Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern. Eine soziale
Teilhabe, wie sie für andere Arbeitnehmer an Wochenenden ganz
selbstverständlich ist, bleibt Ärztinnen und Ärzten im Krankenhaus
vielfach verwehrt. Die hohe Belastung durch ungünstige Arbeitszeiten
führt zu gesundheitliche Beeinträchtigungen und verhindert eine
verlässliche Planung der Ruhezeit und der Zeit für Familie. Deshalb
wollen wir in dieser Tarifrunde mit der VKA erreichen, dass
Bereitschaftsdienst an höchstens zwei Wochenenden im Monat angeordnet
werden darf", so Henke. Der MB nehme an dieser Stelle auch gerne eine
Vorreiter- und Schrittmacherrolle für bessere Arbeitsbedingungen im
Krankenhaus ein.

Wer rund um die Uhr im Krankenhaus Dienst leistet, wenn andere schlafen, mit ihren Familien
zusammen sind oder ihren Freizeitaktivitäten nachgehen, darf dafür auch
eine angemessene Bezahlung verlangen. Die aktuellen
Bereitschaftsdienst-Stundenentgelte sind keine adäquate Kompensation für
die zunehmende Arbeitsbelastung der Ärzte auf unterbesetzten Stationen,
insbesondere in den Nacht- und Wochenendstunden. Stattdessen fordert
der Marburger Bund eine Struktur, die differenzierte
Bereitschaftsdienstentgelte vorsieht und insbesondere auch die
Berufserfahrung adäquat berücksichtigt. Zwei Jahre nach dem letzten
Tarifabschluss mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände
(VKA) müssen auch die Grundgehälter der Krankenhausärzte mit der
allgemeinen Tarifentwicklung Schritt halten. Der Marburger Bund fordert
ab 1. Dezember 2014 eine lineare Erhöhung der Ärztegehälter um 5,4
Prozent. Die Laufzeit des Tarifabschlusses soll ein Jahr betragen.
Rudolf Henke: „Wir bewegen uns damit im Konzert der Forderungen anderer
Gewerkschaften. Die geforderte Höhe ist betriebswirtschaftlich
vertretbar und volkswirtschaftlich vernünftig."

 


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